«LNDSCHFT»
2022

69 x 109 cm


(Hybrid-)Fotografien mit einer Contessa-Nettel Mittelformatkamera aus den 1920er-Jahren und einem nicht sachgerecht gelagerten Film aus dem Jahr 1984. Das Negativ wurde ab Filmrolle gescannt und in zwei Ausschnitte geteilt. Die Teilung ist anhand von nicht retuschierten physischen Kratzern auf dem Negativ ersichtlich. Im Weiteren wurde ausschliesslich der Kontrast digital bearbeitet. Es handelt sich weder um Doppelbelichtungen noch um eine digitale Collage. In den Bildern manifestieren sich verschiedene Zeiten: die Zersetzung des Films über die Jahre nach seinem Ablaufdatum, das Auslösen des Aufnahmemechanismus (des eigentlichen Fotografierens), die Entwicklung des Films und dessen Weiterverarbeitung. Das visuelle Ergebnis löst die Trennschärfe zwischen Natur und Architektur auf. Die einzelnen visuellen Elemente werden ineinander verwoben und sind nicht mehr genau dem oder jenem zuzuordnen. Von Interesse sind auch die vorgegebenen technischen Möglichkeiten oder Beschränkungen von bildgebenden Verfahren und wie gewisse dieser Parameter im Sinne einer Normalität oder Selbstverständlichkeit unsichtbar werden.